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Phagen

Bei Phagen unterscheidet man solche, die sich nur dadurch vermehren, dass ein Bakterium durch eine lytische Infektion getötet wird und andere, die neben dieser auch die Möglichkeit haben, sich als Prophage in das Genom des Wirtes zu integrieren. Ein integrierter Phage verleit dem Bakterium eine Immunität gegen Infektionen durch weitere Phagen des selben Typs.

Neben den Phagen haben die Plasmide oder Episomen einen ähnlichen Lebenszyklus. Auch diese ringförmigen DNA-Stänge können sich in der Genom integrieren und werden an andere Bakterien weiter gegeben.

Die Gene eines Phagen müssen zur richtigen Zeit umgesetzt werden, damit der Zyklus korrekt verläuft. Als frühe Infektion bezeichnet man die Phase bis zum Beginn der Replikation; den Zentraum nach Beginn der Replikation bezeichnet man als Späte Infektion. In der frühen Phase wird ein Pool von Phagengenom produziert, der dann in der späten Phase in Proteine umgesetzt wird.

Der lytische Zyklus wird durch ein strenges Befolgen des Operonmodells gewährleistet. Das Produkt einer Stufe ist immer der Auslöser einer positiven Kontrolle auf der nächsten Stufe.

Man unterscheidet im Phagengenom essentielle Gene, die für den lytischen Zyklus unbedingt notwendig sind und nichtessentielle Gene, die sehr wahrscheinlich nur in einem ganz bestimmten Wirt einen Vorteil bringen, deren Funktion aber noch nicht verstanden ist.

Die Kontrolle beim Phagen Lambda ist deutlich komplizierter. Sowohl der lytische, als auch der lysogene Weg beginnt mit der Expression der unmittelbar frühen Gene. Diese sind N, ein Antiterminationsfaktor und cro, das die Synthese des Repressors verhindert, so den lytischen Zyklus einleitet und die weitere Expression der frühen Gene verhindert.

Danach werden die verzögerten frphen Gene exprimiert. Zu diesen gehören neben Replikations- und Rekombinatinonsfaktoren der Kontrollfaktor Q, ein Antiterminationsfaktor, der das Ablesen der späten Gene ermöglicht und ein weiteres Regulatorpaar, das zur Synthese des Repressors führt.

Da die gesamte Lyse in Form einer Kaskade angelegt ist, kann sie durch einen einzigen Repressor verhindert werden. Dieses wird von dem cI-Gen codiert. Mutationen in diesem Gen verhindern die Lysogenie. Dieser Repressor hat zwei Aufgaben: Er verhindert die Expression des N-Gens und verhindert so die Lyse und an anderer Stelle verhindert er das Ablesen von cro und anderen frühen Genen. Ausserdem wirkt er an der Stelle auch als ein positives Regulatorprotein für das cI-Gen, was zu einer autokatalytischen Beeinflussung führt. Durch den Repressor werden ausserdem andere Phagen, die in die Zelle eindringen an dem Eintritt in den lytischen Zyklus gehindert.

Der Repressor, der sich mit seinen C-terminalen Domänen zu Dimeren zusammen lagert und mit dem N-Terminus über ein HTH-Motiv mit der DNA interagiert. Wenn das Gleichgewicht zwischen Dimer und Monomer gestört wird, wird die Lysogenie durch den nicht mehr stark genug bindenden Monomer beendet. Jeder der beiden oben genannten Operatoren bietet drei Bindungsstellen für den Repressor. Die Stellen unterstützen die Bindung des Repressors an der jeweils nächsten kooperativ. So wird die Affinität des Repressors zum Operator verstärkt.

Eine dritte Bindungsstelle innerhalb des cI-Gens verhindert eine Überproduktion des Repressors. Normalerweise wird in einer lysogenen Zelle diese Stelle auf Grund der niedrigen Repressorkonzentration nicht besetzt.

Wie aber wird die Synthese des Repressors gestartet? Nach der Infektion bewirken N und cro die Transkription von cII und cIII. Das Produkt CIII schützt CII vor einem Abbau durch die Wirtszelle. Wenn dieses dann an den Promotor PRE bindet, wird der Repressor translatiert und blockiert durch eine Antisens-RNA gleichzeitig die cro-Synthese. CII steuert ausserdem die Expression der Integrase.

Der Eintritt in die lytische Phase hängt hingegen von dem cor-Gen ab. Cro verhindert die Synthese des Repressorproteins, indem des die Transkription eines Promotors hemmt. Gleichzeitig schaltet es aber auch die frühen Gene ab. Cro ist dem Repressor in der Struktur sehr ähnlich und bindet an die gleiche DNA-Sequenz. Durch das Besetzen der Repressorbindestelle im cI-Gen verhindert es dessen Transkription. Auch an den beiden andere Stellen verhindert Cro die Bindung der Polymerase.

Je nachdem ob Cor der der Repressor die Operatoren bindet, kommt es zum lysogenen oder zum lytischen Weg. Meistens wird in einer gut wachsenden Zelle durch eine hohe Anzahl an Proteasen das CII-Protein abgebaut und es kommt zu einem lytischen Zyklus. Bei unterversorgten Zellen richtet der Phage dagegen seinen lysogenen Zustand ein.


 
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